„Historische“ Löschmannschaft

Da die Löschgruppe Arloff über einige ältere Gegenstände der persönlichen Schutzausrüstung verfügte (z. B. Uniformen u. Helme), wurde sie bereits Anfang der 80er

Jahren des öfteren gebeten, bei diversen Feuerwehr-veranstaltungen eine „historische“ Übung vor zu führen. Obwohl dann immer zusätzliche Uniformen und Helme besorgt werden musste, bereiteten die -teils doch recht anstrengen- Übungen mit der alten Handdruckspritze nicht nur den abwechselnd teilnehmen Kameraden, sondern auch den Zuschauern recht viel Spaß. Da die Anfragen sich gegen Ende der 80er Jahre häuften, beschloss man die bis dahin zwar funktionsfähige aber doch recht unansehnlich gewordene Handdruckspritze zu restaurieren.

Bei dieser Handdruckspritze handelt es sich um eine 1889 von der „Cölner“ Firma August Hönig gebaute Kastenspritze mit Windkessel. Die Handdruckspritze, (die Pumpe kann kein Wasser „ansaugen“ und muss mit Wasser befüllt werden) ist auf einem vierrädigen Fahrgestell aufgebaut und wird von der Mannschaft mit Hand gezogen. Zur Bedienung der Handdruckspritze sind mindestens vier Personen erforderlich.

Um bei den Übungen ein einheitliches Erscheinungsbild zu bieten, mussten aber immer noch zusätzliche Uniformen besorgt werden. Da sich zu Beginn der 90er Jahre eine Art „Stammmannschaft“ für die historischen Übungen gebildet hatte, beschloss diese, neue Uniformen nach historischem Vorbild schneidern zu lassen (auf eigene Kosten). So wurden 10 Uniformen nach Vorbild der um 1900 bei den Feuerwehren der nördlichen „Rheinprovinz“ (Rheinpreußen) getragenen Uniformen beschafft.

Im Jahr 1994 richteten die „Kölsche Funkentöter“ (karnevalistische Abteilung der Berufsfeuerwehr Köln) den ersten „Wettbewerb mit historischen Handdruckspritzen“ im Rheinland aus. Hieran nahmen Mannschaften aus ganz Deutschland sowie die Arloffer Truppe mit der frisch restaurierten Handdruckspritze und den neuen „alten“ Uniformen teil. Um sich intensiv auf den Wettkampf vorzubereiten, wurde bereits Freitags zum Trainingslager (Feuerwache 5) angereist. Wie sich dann Sonntags herausstellte, hatten sich die Mühen gelohnt. Obwohl die Arloffer Mannschaft die kleinste aller teilnehmenden Handdruckspritzen einsetzte, wurde ein hervorragender 3. Platz belegt.

Nachdem dieser Wettbewerb mehrere Jahre hintereinander in Köln ausgerichtet wurde (u.a. wurden auch 2. u. 1. Plätze erreicht da entspr. Traingslager) wird der „Wettbewerb mit historischen Handdruckspritzen“ nun regelmäßig und abwechselnd von den teilnehmenden Mannschaften ausgerichtet. Da hierbei aber nach wie vor nicht der Wettbewerbsgedanke sondern die Pflege des Brauchtums und der Kameradschaft im Vordergrund stehen, ist es jedes Mal eine Augenweide, dem feucht-fröhlichen „Spritzengelage“ zu zusehen. Im Rahmen dieses Wettbewerbs konnten viele Verbindungen und freundschaftliche Beziehungen zu anderen Feuerwehren geknüpft werden, die auch bei den noch heute mindesten einmal jährlich stattfindenden Wettbewerben vertieft und ausgebaut werden.

Neben einer immer noch bestehenden Stammmannschaft wird heute wieder mit einer wechselnden, verjüngten und lustigen Mannschaft angetreten und weiterhin recht erfolgreich am feucht-fröhlichem Spritzengelage teilgenommen.

 

 
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