Gemeinsame Übung Malteserjugend Euskirchen und Feuerwehr Arloff

Gemeinsame Übung der Malteserjugend Euskirchen und der Feuerwehr Arloff – Kirspenich

Am 05.07.2014 fand im Rahmen eines 24 stündigen Übungstag der Malterserjugend Euskirchen am Nachmittag eine gemeinsame Übung mit der Feuerwehr Arloff – Kirspenich statt.

Die Ausgangslage und Mitteilung bei der Alarmierung zu dieser Übung war, ein „Verkehrsunfall PKW gegen Fußgänger. Das Übungsziel für die Malteserjugend bestand darin, die Versorgung der realistisch geschminkten Unfalldarsteller zu übernehmen.

Am Unfallort eingetroffen, fand man einen seitlich neben dem Auto liegenden bewusstlosen Verletzten, sowie eine im PKW eingeklemmte Person vor. Durch die Malteserjugend wurde der bewusstlose Patient Erstversorgt und anschließend im RTW weiterbehandelt. Zeitgleich betreuten andere Jugendliche die Person im Fahrzeug und nahmen auch dort die Erstversorgung vor.


In Absprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr Arloff, wurde dann die technische Rettung besprochen. Um eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten, wurde zuerst durch die Entfernung der Fahrertür eine größere Zugangsöffnung geschaffen.

Im weiteren Verlauf wurde zur Rettung der Person, das Dach komplett entfernt. Während dieser Arbeit war immer ein Jugendlicher der Malteser bei der verletzten Person, um Ihr den genauen Verlauf sowie die Aktivitäten die gerade durch die Feuerwehr durchgeführt wurden zu erklären.


Nach dem Abnehmen des Dachs, wurde der verletzen Person ein KED-System* angelegt und anschließend mit dem Spineboard** aus dem Fahrzeug gerettet.

Nach 01:30 Stunden Üben, hatte die Malteserjugend die an sie gestellten Aufgaben mit Bravour gemeistert.

Die Arbeit der Feuerwehr wurde extra langsam durchgeführt, um auch den Jugendlichen einen Einblick in die Arbeitsweise der Feuerwehr zu geben und wie die Feuerwehr sich im Einsatzfall immer wieder mit dem Medizinischen Personal an der Einsatzstelle abspricht.

Für alle Beteiligten steht nach der Übung fest, dass dies mit Sicherheit nicht die letzte gemeinsame Übung sein wird.

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* KED-System

Das KED-System (Produktbezeichnung) ist ein Rettungskorsett bzw. Immobilisationsset, das zur Rettung von Patienten aus schlecht zugänglichen Situationen dient.

Anwendung findet das KED-System besonders bei Verkehrsunfällen, bei denen Personen aus einem Auto gerettet werden müssen. Die oftmals sitzende Position der Patienten erschwert die Rettung mit herkömmlichen Mitteln. Hier bietet das KED-System eine optimale Ergänzung zum Spineboard und zur Schaufeltrage. Durch das KED-System wird die komplette Wirbelsäule immobilisiert.

Das Rettungskorsett umschließt den Oberkörper des Patienten wie ein herkömmliches Korsett, es ist rückseitig verlängert und umschließt zusätzlich den Kopf. Zu weiteren Sicherung wird der Patient mit Zuggurten im Kopf-, Oberkörper- und Oberschenkelbereich fixiert. Dem Patienten wird eine Zervikalstütze angelegt, die zusätzlich mit einem Polster stabilisiert wird, um eine achsengerechte Rettung zu ermöglichen. Der Patient ist komplett immobilisiert, Bewegungen der Wirbelsäule sind nicht mehr möglich.

Das Rettungskorsett ist ab einem Alter von 8 Jahren anwendbar.

Besondere Vorsicht ist bei Schwangeren geboten. Der Bauchgurt darf nicht zu stark fixiert werden. Dennoch ist eine Rettung mit dem Rettungskorsett möglich

** Spineboard

Das Spineboard ist ein Hilfsmittel zur Rettung verunfallter Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist. Das klassische Spineboard besteht aus Holz, die heutigen jedoch aus Hartplastik. Moderne Spineboards können, je nach Hersteller, bis 1.000 kg Gewicht tragen und sind meistens komplett röntgendurchlässig. Wegen seiner Schwimmfähigkeit wird es auch in der Wasserrettung eingesetzt, ähnlich einem Rettungsbrett.

Das Spineboard wird unter den Patienten geschoben oder dieser wird darauf gehoben. Des Weiteren kann der Patient mit mehreren Helfern achsengerecht gedreht werden damit das Spineboard hinter seinem Rücken positioniert werden kann. Im Anschluss werden das Spineboard und der Patient wieder in Rückenlage gebracht. Danach muss er mit einem Kopffixierset und einem mehrteiligen Gurtsatz beziehungsweise mit einem Patientenfixiersystem (die sogenannte „Spinne“) fixiert werden und ist zum Transport bereit.

Ein weitere Anwendung ist das schonende Retten aus PKW und LKW. Nach Entfernen des Autodaches wird das Board zwischen Patienten und Sitz geschoben und der Patient dann mit mehreren Helfern achsengerecht auf das Brett gezogen. Sobald der Patient in ganzer Länge auf dem Board liegt, wird dieses in die Horizontale gebracht kann aus dem Fahrzeug gehoben werden. Auch bieten sich Spineboards wegen dem sehr geringen Gewicht zur Rettung von Personen aus unwegsamem Gelände an.

Quellenangabe: DocCheck

 
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